Kapitel 2

Kapitel 2
Die ersten Jahre 1900 - 1927

Fand die Gründung der Bibliothek noch großen Widerhall in den Printmedien, stand ihre weitere Entwicklung kaum noch im Lichte der Öffentlichkeit. Außer wenigen Zeitungsartikeln und kurzen Einträgen in den Verwaltungsberichten und Adressbüchern der Spitzenstadt geben hauptsächlich nur die Akten des Plauener Stadtarchivs über die Entwicklung der Bücherei Auskunft. Aus diesen geht auch hervor, dass der Stadtrat bereits vor der öffentlichen Übergabe der Steinbergschen Schenkung die Herrichtung von Räumen im Haus des Stadtrates Uebel in der Dobenaustraße 5 beschlossen hatte.20

Dobenaustraße 5

Zum Zwecke einer späteren Unterbringung der Bibliothek in dem Hause wurden drei Räume mit neuen Öfen und Linoleum ausgestattet, sowie Patentregale angeschafft. In derselben Zeit erhielt die Spitzenstadt ein Rundschreiben der Comeniusgesellschaft, das sich noch heute in den Akten findet.21 Einer Organisation aus Berlin, die sich der Pflege von Wissenschaft und Volksbildung verschrieben hatte. Das Schreiben war an alle Städte über 10.000 Einwohner verschickt wurden und forderte die Einrichtung von freien öffentlichen Bibliotheken nach englischem Vorbild.22 Die Forderung bestätigte die Plauener in ihrem Engagement. Der Bibliotheksausschuss, unter Vorsitz des Oberbürgermeisters und des Bibliothekars Felix Streit bemühten sich sehr aktiv um die Einrichtung der neuen Bibliothek. Bereits am 24. Dezember 1898 konnte die Sammlung in die neuen Räumlichkeiten gebracht werden.23 Stadtrat Metzner, Rektor Prof. Dr. Angermann und der Druckereibesitzer Alwin Neupert besichtigten kurz darauf am 31. Januar 1899 die zukünftige Bibliothek, die von Felix Streit bereits gesäubert und geordnet wurden war. Im Folgenden katalogisierte der Bibliothekar den Bestand und machte ihn für die Ausleihe bereit. Am 6. Oktober 1899 wurde die Bibliothek eröffnet. Pünktlich dazu lag das erste Bücherverzeichnis in gedruckter Form vor. Die Bücherei stand ihren Nutzern ab sofort mittwochs ab 18 Uhr und samstags ab 11 Uhr für jeweils zwei Stunden zur Verfügung. Die für den Betrieb notwendige Bibliotheksordnung24 verabschiedete der Stadtrat erst, nachdem er sich Satzungen von verschiedenen Nachbarstädten eingeholt hatte. Sie öffnete die Sammlung gedruckter Bücher der unentgeltlichen Nutzung für wissenschaftliche und belehrende Zwecke: „Jeder hiesige Einwohner, der durch seine Stellung oder sonstigen Verhältnissen die nötige Sicherheit bietet und dem Bibliothekar als vertrauenswürdig bekannt ist, hat die Berechtigung, Bücher aus der Stadtbibliothek zu entleihen.“25 Die Ordnung erlaubte es, drei Werke für vier Wochen zu entleihen. Danach würde der säumige Benutzer vom Bibliothekar gemahnt. Bereits im ersten Monat nach Eröffnung entliehen an sieben Öffnungstagen 69 Leser 137 Bände. Unter den ersten Lesern befanden sich elf Kaufleute, neun Lehrer, acht Schüler, sieben Beamte, sieben Handwerker, sechs Schreiber, vier Juristen, vier Buchhändler, zwei Ärzte, zwei Geistliche, zwei Studenten, zwei Arbeiter und drei Damen.26 Die Bibliothek wurde auch in der Folgezeit hauptsächlich von den bürgerlichen Schichten benutzt.

Der Bestand, der bei der Eröffnung zur Verfügung stand, war, wie bereits erwähnt, in einem gedruckten 114-seitigem Katalog erfasst, der für 25 Pfennige an alle Interessierten verkauft wurde. Die Bibliothek enthielt hauptsächlich Sachliteratur aus den Bereichen Geschichte, Ortskunde und Rechtskunde. Im Vorwort des Verzeichnisses wurden zwei Aufgaben der Bibliothek explizit in den Vordergrund gerückt. Einerseits sollte eine möglichst vollständige Sammlung von Veröffentlichungen über Plauen und das Vogtland angelegt werden, andererseits verschrieb man sich auch der Befriedigung des Wissensbedürfnisses aller Bevölkerungskreise. Der Bibliothekar Felix Streit formulierte das allgemeine Ziel der Bibliothek folgendermaßen:

„Der Wirtshausbesuch [soll] sich mindern, der Blick für Natur und öffentliches Leben bei jedem sich weiten, und die Masse der Bevölkerung [soll] von ihrer freien Zeit haushälterisch und nutzbringenden Gebrauch machen, ihrem Leben mehr geistigen Inhalt geben. Das alles muss dazu beitragen, die Konkurrenzfähigkeit des deutschen Volkes zu heben und ihm die Führung der Kulturvölker zu sichern.“27 Der Bestand erweiterte sich nach der Eröffnung durch Schenkungen ständig. Natürlich wurden auch Neuanschaffungen getätigt, dabei musste allerdings jeder von der Bücherei veranlasste Bücherkauf vom Bibliotheksausschuss genehmigt werden. Am 11. Dezember des Jahres 1900 erschien im „Vogtländischen Anzeiger“ ein Artikel, der sich mit der Bestandspolitik der Bibliothek auseinandersetzte. Der unbekannte Verfasser des Beitrages empfahl die Anschaffung von bibliografischen Werken, um den Bestellvorgang notwendiger Fachliteratur aus anderen Bibliotheken zu erleichtern. Auch beklagte der Journalist den Zustand der Schulbibliotheken und fordert eine Bestandserweiterung der Stadtbücherei für diese Nutzergruppe. Der Stadtrat schickte den fraglichen Artikel an den Bibliothekar Felix Streit zur Kenntnisnahme und legte ihn nach dessen Unterschrift zu den Akten. Wahrscheinlich auch als Reaktion auf den Zeitungsartikel stellten die Mitglieder des Bibliotheksausschusses, ebenso der Oberbürgermeister, Anschaffungslisten für die Bibliothek zusammen. An die Vorstände der örtlichen Vereine erging ein Aufruf, ihre Veröffentlichungen und Doppelstücke an die Bibliothek abzugeben.28 Das 1903 von Felix Streit verfasste Bücherverzeichnis belegte sodann einen größeren Bestand, der auch abgerundeter war. Die Forderungen nach mehr Büchern verstummen indes nie.29 Auf Drängen des Stadtrates erschien 1909 ein neues Bücherverzeichnis. Vor allem die Bereiche Naturwissenschaften, Schöne Literatur und Ortskunde hatten in den vorangegangenen Jahren eine Bereicherung erfahren. Nicht verwirklicht wurde dagegen eine Abteilung für Jugendschriften, wie sie 1910 in einer Verordnung des Königlichen Sächsischen Ministeriums für Kultur und des Inneren empfohlen wurde.30

Die relativ starke Benutzung, sowie das Interesse an den Bücherverzeichnissen und die vielen Schenkungen aus privaten Händen zu jener Zeit beweisen die Akzeptanz der Bibliothek in Plauen. Felix Streit, der die Aufgaben eines Bibliothekars neben seiner Lehrertätigkeit bewältigte, klagte dem Bibliotheksausschuss recht häufig seine Überbelastung und bat um zwei Gehilfen und einen Vertreter. In den Ferien wurde die Bibliothek immer geschlossen. Dieser Umstand wurde von der „Neuen Vogtländischen Zeitung“ in einem Artikel, der am 26. Juli 1904 erschien, kritisiert. In Reaktion darauf sah sich die Stadt Plauen gezwungen in der Ferienzeit einen Vertreter einzustellen.31

Am 8. Juni 1910 gab Realschuloberlehrer Felix Streit die Stelle als Bibliothekar aus gesundheitlichen Gründen auf.32 Zudem hatten sich im Laufe der Jahre in das am Anfang hervorragende Verhältnis zum Bibliotheksausschuss Misstöne eingeschlichen. Die Hauptgründe für die Verschlechterung der Beziehung waren wohl die unzureichende Bezahlung und Anerkennung der Leistungen des Bibliothekars, sowie die stete Bevormundung durch die Stadt. Noch im Jahr 1916 musste man sich für die Herstellung von Verzeichnissen für die Bücherei der Schreibmaschinen des Armenamtes bedienen.33 Während Felix Streit zu seiner Zeit 200 Mark Aufwandsentschädigung erhielt und ständig um eine Urlaubsvertretung kämpfen musste, stellte die Stadt Plauen 1910 Realschullehrer Fritz Assum und Realgymnasiumoberlehrer Otto Klemm als neue Bibliothekare ein, die insgesamt 1000 Mark Aufwandsentschädigung erhielten. Unter ihrer Regie wurden einige Neuerungen eingeführt.

Lesezeichen

Der Bibliotheksausschuss beschloss in der darauf folgenden Zeit die Schließung der Bücherei zum Zwecke ihrer Neuordnung.34 Für dieses Vorhaben wurden verschiedene Maßnahmen in Angriff genommen. So fuhr beispielsweise einer der Bibliothekare in verschiedene Städte, um Erkundigungen über andere Bibliotheken einzuholen. Auch Zettelkataloge, wie sie mancherorts noch heute üblich sind, wurden eingeführt. Eine neue Benutzerordnung regelte die Ausleihe. So durfte kein Nutzer die Bücher selbst aus den Regalen nehmen, sondern musste aufgrund der Kataloge das Personal der Bibliothek bemühen. Diese sogenannte gebundene Ausleihe sollte bis nach dem Ende des 2. Weltkrieges Bestand haben. Eine weitere Neuerung war, dass die Öffnungszeit auf drei Tage erhöht wurde. Für die Ausleihkarte musste fortan eine Gebühr von einer Mark gezahlt werden. Die Bibliothekare erhielten auch eine größere Unabhängigkeit von der Stadt, da ihnen im Rahmen des Finanzplanes Entscheidungen für Neuanschaffungen übertragen wurden.35 Den Erfolg der eben genannte Maßnahmen belegen die Entleihungen und Benutzerzahlen, die seit 1915 ständig gestiegen waren. Über die Entwicklung des Bestandes kann dagegen nur wenig Auskunft gegeben werden, da keine gedruckten Kataloge aus jener Zeit vorliegen. 1911 äußerte der Oberbürgermeister, der Vorsitzender des Bibliotheksausschusses war, das Anliegen: „nicht allzu viel von den neueren Romanen, dagegen mehr Gesichtswerke und Memoiren zu beschaffen. Diesem Wunsch stimmen die anderen Herren zu.“36

Lesezeichen

Bis 1914 hatte sich die Plauener Bibliothek im Lichte einer aufstrebenden und prosperierenden Stadt entwickelt. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges änderte sich dies nachhaltig. Bereits in den Jahren vor Kriegsbeginn hatten immer wieder kleinere Krisen die Wirtschaft Plauens erschüttert, aber nun verschlechterte sich die Lage der einheimischen Industrie dramatisch. Der wichtigste Wirtschaftsfaktor in der Stadt war noch immer die Textilindustrie. Durch die Auswirkungen des Krieges und dessen Folgen, sowie die Veränderungen in der Mode führten vor allem bei den Firmen, die sich der Spitzenherstellung verschrieben hatten, in zu einer äußerst kritischen Situation. Verstärkt wurde die prekäre Lage noch durch die Inflation und die allgemeine Nachkriegskrise. Zu jener Zeit waren auch außerordentlich viele Menschen arbeitslos, 1919 erhielten insgesamt 16,8% der Gesamtbevölkerung Erwerbslosenunterstützung. Hinzu kam – auch in Plauen – eine starke Bevölkerungsabwanderung. Im August 1918 war die Plauener Einwohnerzahl mit 91.701 auf einen Tiefstand gesunken. Als die Inflation im elften Monat des Jahres 1923 ihren Höhepunkt erreichte, lebten 55% der Plauener Bevölkerung von Erwerbslosenunterstützung. Drei Jahre später waren es immer noch 30%.37 Auch während des 1. Weltkrieges versuchten die beiden Bibliothekare die ihnen übertragenen Aufgaben sachgemäß zu erfüllen. Bereits ab August 1914 lag die Arbeit allerdings allein auf den Schultern des Lehrers Fritz Assum, da Otto Klemm bis 1919 zum Heer eingezogen worden war. 38 Auch fanden in den Jahren zwischen 1913 und 1918 keine Sitzungen des Bibliotheksausschusses statt. Allein die bis 1918 stetig sinkenden Benutzer- und Entleihungszahlen geben Auskunft über den Zustand der Bibliothek.

Trotz der oben umrissenen schwierigen Situation der Stadt Plauen im und vor allem nach dem 1. Weltkrieg bemühte sich der Bibliotheksausschuss unter Vorsitz von Oberbürgermeister Lehmann um einen Aufschwung in der Bibliotheksarbeit.39 Jedoch beschwerte die Inflation das Vorhaben zusätzlich. Die notwendigen Erhöhungen der Aufwandsentschädigung, die das Personal der Bücherei erhielt, kamen der raschen Geldentwertung nicht nach. Nachdem der Büchereidiener trotz der hoffnungslosen Situation auf dem Arbeitsmarkt wegen unzureichender Entlohnung gekündigt hatte und Klemm in einem Schreiben an die zuständigen Stellen alarmierend feststellte, dass die Scheuerfrau den gleichen Stundenlohn wie alle Bibliothekskräfte zusammen erhalte, wurde die Entlohnung angepasst.40, 41 So wurden am 5. Juli 1923 vom Bibliotheksausschuss neue Stundensätze für die Mitarbeiter der Bücherei beschlossen. Die zwei Bibliothekare erhielten fortan den doppelten Stundensatz eines Volksschullehrers, die Hilfskräfte den einfachen Stundensatz und der Bibliotheksdiener einen 75-prozentigen Anteil. Diese Erhöhung, die gleichzeitig natürlich auch eine Wertschätzung der bibliothekarischen Arbeit war, kostete die Stadt 1923 224.000 Mark.42 Ein kaum bis dato kaum reflektierter Zweig der Tätigkeiten der Bücherei war der Lesezirkel. Zusammengefasst in drei Kreisen tauschten die Mitglieder die von der Bibliothek angeschafften Zeitschriften untereinander aus. Nach mehrmaligen Beitragserhöhungen wurde der Zirkel allerdings 1921 aufgelöst. Ein Journalist äußerte in einem Artikel im „Vogtländischen Anzeiger“ sein Bedauern über diese Entwicklung und zugleich auch seinen Unmut über die geringen Öffnungszeiten der Bibliothek.43

Der Bestand der Bibliothek konnte sich wegen der schwierigen Situation nach dem Krieg kaum durch systematische Ankäufe erweitern. Wesentlichen Zugang erhielt die Bibliothek 1923 durch die Übernahme von 3160 gut erhaltenen Bänden aus dem Besitz des Volksbildungsvereins und durch Schenkungen aus Privathand.44

Die Anerkennung der Bedeutung der Arbeit, die die Bücherei in dieser für die Stadt Plauen so schwierigen Zeit leistete, äußerte sich vor allem in den Bestrebungen neue und besser geeignetere Räume zu finden. Zunächst aber ging zuerst die Verantwortung für die Bibliothek an den städtischen Ausschuss für Kunst und Wissenschaft über. Den Vorsitz des Amtsvorstande hatte Stadtrat Dr. Schlotte inne, der die neuen Aufgaben, die ihm gestellt wurden, energisch anging.45 Am 27. Juni 1921 konnte die Bibliothek sodann in neuen Räumen in der Marktstraße 17 im Dachgeschoss über der Sparkasse, dem Grundstücksamt, Schulamt und Standesamt eröffnet werden.46

 

Eingang der
damaligen
Stadtbibliothek

 

Der Bibliothek standen in den neuen Räumlichkeiten ein Zimmer zur Bücherausgabe, ein Lesezimmer, ein kleines Verwaltungszimmer und zwei große Räume für den Bestand zur Verfügung. Ein Zeitungsartikel vom Journalisten Göbel, der 1926 im „Vogtländischen Anzeiger“ erschienen war, hebt die Mitarbeiter der Bibliothek lobend hervor. Sie seien „jederzeit gern bereit, den Lesebeflissenen zu beraten, ihm nach Möglichkeit alle Wünsche zu erfüllen [...], denn der Leser sollte davor bewahrt werden, die einzelnen Geistesgebiete durcheinander zu lesen.“47 Der Artikel erwähnt zudem, dass das überwiegende Interesse der Leserschaft der schöngeistigen unterhaltenden Literatur gilt und gibt über jenen Bestand einen kurzen Überblick. Trotz der untergeordneten Rolle gegenüber den anderen Bestandsgruppen finden sich in der Bücherei vor allem Werke der klassischen deutschen und ausländischen Autoren. Der Leser fand in den neuen Räumen aber auch Bücher von damals aktuellen Autoren, wie Thomas und Heinrich Mann. Diese erfreuten sich einer außerordentlichen Beliebtheit. Der Zugang zur Bücherausgabe erfolgte von der Marktstraße aus. Schon bald allerdings sollten sich die neuen Örtlichkeiten als unpraktisch und zu klein erweisen.48

Nachdem der Bibliotheksumzug erfolgreich abgeschlossen worden war, musste eine zweite notwendige Maßnahme in Angriff genommen werden. Es war zunehmend nicht mehr möglich, dass die ordentliche Leitung einer Großstadtbibliothek nebenamtlich von Lehrern geleistet wurde. In ganz Deutschland hatte sich mittlerweile ein Netz von öffentlichen Bibliotheken gebildet. Es hatte sich durch den sogenannten „Richtungsstreit“ in Erinnerung gebracht. Auseinandersetzungen innerhalb des Berufsstandes über Ziele, Inhalte und Methoden der Büchereiarbeit belasteten die Entwicklung der Öffentlichen Bibliotheken schwer.49 Indes hatte sich die bibliothekarische Ausbildung vor allem in der Stadt Leipzig etabliert. In Plauen war man derweil noch unsicher, ob man wirklich eine hauptamtliche Arbeitsstelle schaffen sollte und nahm 1924 mit der Deutschen Zentralstelle für öffentliches Bibliothekswesen in Leipzig Kontakt auf. Walter Hofman, einer der führenden Köpfe der Einrichtung, bot sich sofort als Gutachter für die Plauener Bibliothek an.50 Dieses Anerbieten wurde allerdings von der Stadt aus unbekannter Ursache ignoriert. Nach der Einholung weiterer Erkundigungen aus anderen sächsischen Großstätten und endlosen Finanzdebatten entschied der Rat in einer Sitzung am 16. Februar 1926 für die Verwaltung der Stadtbibliothek eine hauptamtliche Kraft anzustellen.51 Die beiden bisherigen Bibliothekare kündigten darauf am 01. April 1926. Dr. Ernst Pietsch, der Leiter des Stadtarchivs und des Plauener Museum, und der Studienassessor Prof. Rudolf Falk übernahmen bis zur personellen Neuregelung die Verwaltung der Bibliothek.

 

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20 Vgl. Akte 98, Bl. 3
21 Vgl. Schmitz 1984, S. 149
22 Vgl. Akte 49, Bl. 2ff.
23 Vgl. Akte 98, Bl. 27b
24 Vgl. Ebd., Bl. 81f.
25 Ebd., Bl. 81
26 Vgl. Akte 54, Bl. 1ff.
27 Streit 1899, Vorwort
28 Vgl. Akte 98, Bl. 140f.
29 Vgl. Ebd., Bl. 187
30 Vgl. Ebd., Bl. 198 u. 200
31 Vgl. Ebd., Bl. 142
32 Vgl. Akte 47, Bl. 22
33 Vgl. Akte 49, Bl. 21
34 Vgl. Akte 47, Bl. 22
35 Vgl. Akte 1, Bl. 86
36 Ebd., Bl. 86
37Vgl.  Fröhlich 1963, S. 74
38 Vgl. Akte 1, Bl. 108
39 Vgl. Akte 47, Bl. 34ff.
40 Vgl. Akte 1, Bl. 130
41 Vgl. Ebd., Bl. 137
42 Vgl. Ebd., Bl. 151
43 Vgl. Vogtländischer Anzeiger 20.03.1921
44 Vgl. Verwaltungsbericht 1914-1923, S. 69
45 Vgl. Akte 47, Bl. 39
46 Vgl. Adreßbuch 1922
47 Göbel, K. (1926, 15. August). Die Plauener Stadtbücherei. Vogtländischer Anzeiger
48 Vgl. Verwaltungsbericht 1924-28, S. 393
49 Vgl. Thauer 1984, S. 5
50 Vgl. Akte 1, Bl. 15f.
51 Vgl. Ebd., Bl. 175b

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