Freihandabteilung

Freihandabteilung

Die Freihandabteilung, welche die größte Abteilung der Vogtlandbibliothek ist, wurde bei der Gründung der Bibliothek noch in Form der Thekenausleihe geführt. Erst 1955 erfolgte die schrittweise Umstellung dieser Abteilung auf den Freihandbetrieb, um den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Nach mehreren Umbauten entstand ein für damalige Verhältnisse großzügiger Ausleihraum, welcher die Bestände geteilt in Sachliteratur (systematisch geordnet) den Lesern in Selbstbedienung anbot. Auch die Erschließung notwendiger Kataloge, Bibliographien und Klassifikationen wurden für die Nutzung den Lesern bereitgestellt. Die Anmeldung der Leser erfolgte ab dem 14. Lebensjahr. Die Freihandabteilung entwickelte sich zur Hauptabteilung der damaligen Stadtbibliothek, welche ihre Bestände kontinuierlich erweiterte und den gewachsnen Bedürfnissen und Interessen einer immer größeren Leserschaft gerecht zu werden versuchte. Die Betreuung von bis zu 5 Zweigstellen in verschiedenen Stadtteilen Plauens bildete einen zusätzlichen Aufgabenbereich innerhalb der Freihandabteilung und trug zum ständigen Ausbau des Gesamtbestandes bei. Durch die Kontinuität in der Bereitstellung der finanziellen Mittel war der Bestand der Abteilung 1989 auf ca. 60.000 Medien angestiegen. Das hatte zur Folge, daß die ehemals großzügigen Räume nun aus allen Nähten platzen und teilweise Bestände ausgelagert werden mußten. Eine räumliche Erweiterung der Freihandabteilung wurde dringend notwendig.

 

 

 

 

 

 

1993 -
Die Freihandbibliothek
platzte aus allen Nähten.

 

Mit den als "Wende" bezeichneten politischen Umwälzungen in Deutschland 1989, kam es zu entscheidenden Veränderungen in allen Bereichen der Vogtlandbibliothek. Wie in allen Bibliotheken der neuen Bundesländer stand man ab 1989 auch in Plauen vor dem Problem des sich schlagartig enorm vergrößernden Angebotes auf dem Buchmarkt, dem großen Nachholbedarf durch inhaltliche Bestandslücken und dem nach und nach immer begrenzter werdenden Etat der Bibliothek.

1996 - Umzug

 

Die Grundsätze des Bestandsaufbaus Pluralismus, Aktualität und Vielfalt der Medienformen wollten beachtet sein. Trotzdem galt es gerade 1990 erst einmal im Interesse des Benutzers die Literatur zu beschaffen, welche in der DDR jahrelang nicht verlegt wurde. Zeitgleich begann man mit einer über Jahre dauernden, intensiven Sichtung und Aussonderung der Bestände um durch gezielten Neukauf eine gewisse Aktualität in allen Bereichen gewährleisten zu können.

Da sich der Umbau des Bibliotheksgebäudes über mehrere Jahre erstreckte, blieb auch die Freihandabteilung von einigen Zwischenlösungen und wenig vorteilhaften Ausleihbedingungen nicht verschont. Das heutige Bild dieser Abteilung entschädigt allerdings die Leser für die vorangegangenen Einschränkungen in der Benutzung. Auf ca. 450 m2 Stellfläche werden über 50.000 Medieneinheiten angeboten. Die strenge Form der Regalreihen wurde durch aufgelockerte Aufstellung und die Einbringung von mehreren Benutzerarbeitsplätzen ersetzt.

 

 

Neu ausgebaute Räume
und eine völlig neue
Einrichtung geben der
Freihandabteilung ein
übersichtliches Aussehen.

 

Als vorteilhaft hat sich auch die Unterbringung des Bestandes aus dem ehemaligen Lesesaal im Eingangsbereich der Sachliteratur erwiesen.

Die Zeitschriften, Zeitungen und der Informationsbestand sind wichtiger Bestandteil im heutigen Bibliothekalltag, und wird von allem Alters- und Interessengruppen gut genutzt.

 

Medien die nicht im Bestand der Bibliothek sind können über die Fernleihe im In- und Ausland beschafft werden.

Seit 1994 kommt in der Vogtlandbibliothek verstärkt Computertechnik zum Einsatz. Erst nur als Arbeitsmittel bei der Recherche und der Einarbeitung genutzt, wurde Anfang 1998 mit der Verbuchung des Belletristik- und Zeitschriftenbestandes durch Computer begonnen.

Bis Ende des Jahres soll auch der Bereich Sachliteratur erfaßt sein, so daß die Verbuchung und Erschließung des gesamten Bestandes der Freihandabteilung über mehrere Computerplätze erfolgen kann. Einer dieser Arbeitsplätze wird dann auch für die Benutzer zur Recherche des Bibliotheksbestandes und anderen Programmen zur Verfügung stehen. Somit ist auch für die Zukunft gesichert, daß die Freihandabteilung mit ihren Beständen und Möglichkeiten ein Zentrum der Information, Kommunikation und Anregung für jedermann bleibt.

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