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Veranstaltungen des Goethekreises 2012 in der Vogtlandbibliothek

www.goethekreis.de

Montag, 23. Januar, 18:15 Uhr
Helmar Stöss, Plauen (Lesung): Stefan Zweigs Händel-Erzählung aus „Sternstunden der Menschheit“

1741 befindet sich Georg Friedrich Händel in einer Lebens-und Schaffenskrise. Einen schweren Schlaganfall hat er mit der Kraft seines Willens gerade überwunden, nun aber scheinen nach einer Reihe von Misserfolgen seine Kräfte endgültig versiegt zu sein. Erschöpft, nach einem nächtlichen Spaziergang, findet er auf seinem Schreibtisch Zeilen seines Textdichters: "Comfort ye – sei getrost" steht da. Stefan Zweig beschreibt Händels „Auferstehung" an der Arbeit zum "Messias ".

 

Montag, 20. Februar, 18:15 Uhr
Prof. Dr. Dietmar Schubert, Zwickau: Christoph Martin Wieland

Wieland, der Wegbegleiter der Klassik, war bereits der Begründer der Tradition des deutschen Bildungsromans. Nach einer pietistischen Phase der Schwärmerei entwickelte er sich zu einem der einflussreichsten Schriftsteller der Aufklärung. Seine Verserzählungen sind gekennzeichnet durch eine meisterhafte Stilistik. Er beherrschte die Satire ebenso genial wie die Literaturkritik. Auch als Übersetzer leistete er Bedeutendes: seine in Weimar entstandenen Horaz- und Lukian-Übersetzungen sind „bis heute nicht veraltet“ und werden verwendet.

 

Montag, 12. März, 18:15 Uhr
Katharina Giesbertz, Karlsruhe (Lesung): Karoline von Günderrode

„Schriftlich wird es mir leichter sein, mich zu entdecken“, sagte die ebenfalls aus Karlsruhe stammende Dichterin mit den Pseudonymen „Tian“ und „Ion“. Von der Realität des Alltags entfremdet und zusätzlich enttäuscht in der unerfüllten Liebe zu dem Mythologen Friedrich Creuzer, interessierte sich die adlige Stiftsdame unter anderem für vom Weiblichen geprägte Gesellschaftsformen. In ihren Gedichten schuf sie eine Phantasiewelt.

 

Montag, 30. April, 18:15 Uhr

Dr. Beatrice Wolf-Furrer, Roggwill/Schweiz: Neigungsehen des 18. Jahrhunderts

Caroline und Wilhelm von Humboldt, Louise Adelgunde Victoria und Johann Christoph Gottsched, Louise Francoise und Johann Heinrich Merck – diese drei Paare sind prominente Beispiele für Neigungsehen des 18. Jahrhunderts. Welche Rolle finden in diesem Zusammenhang Zeitgeist und Erziehung? Hippels Traktat „Über die Ehe“ wird ebenfalls debattiert.

 

Montag, 14. Mai, 18:15 Uhr

Dr. Angelika Reimann, Jena: „Seine Liebe sei mein Leben“

Im Sommer 1814 verliebt sich der 65-jährige Goethe in die 30-jährige Marianne Willemer. Zwei Sommer waren dieser Liebe gegeben. Schließlich mussten beide, da verheiratet, schweren Herzens entsagen. Eine menschliche Tragödie, besonders für Marianne, die der Nachwelt das schönste Buch der 1819 erschienen Gedichtesammlung „West-östlicher Divan“ geschenkt hat, die „Suleika“.

 

Montag, 4. Juni, 18:15 Uhr

Freie Literaturgesellschaft, Leipzig: Lesung aus der Anthologie „Geister Fahrer“

Quasi druckfrisch erschienen wird zum Zeitpunkt der Lesung die Anthologie der Leipziger Autoren sein. Der Schrifsteller Roland Erb wird zum Beispiel dabei sein, und er bringt eine Zahl schreibender Freunde und Wegbegleiter mit. - Der Verein sieht sich selbst übrigens als „Schriftstellergruppe aus gestandenen Literaten und jüngeren Qualitätsautoren“. www.literatur-leipzig.de

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